Der Klostergarten


Ein in seiner Form in Mecklenburg Vorpommern einzigartiger Klostergarten wurde im August 2004 am Kloster Rehna eingeweiht. Auf einer Fläche von bisher 300 qm bietet sich dem Besucher eine Vielfalt an Kräutern und Blumen. Über 150 zum Teil seltene Pflanzen, wie Alant und Andorn wurden angebaut.

 

Mit diesem Klostergarten am ehemaligen Prämonstratenserinnen Kloster in Rehna soll unter anderem an die Ursprünge der Gartenkultur in Deutschland erinnert werden. Die Bewohner dieser ehemaligen Klosteranalge nutzten ihren Garten beispielsweise für die  Gewinnung von Elexieren zur Behandlung von inneren und äußeren Erkrankungen.

 

Das Herzstück der Anlage ist der Vier-Themen-Garten. Hier finden Sie den Heilpflanzen-, Duftpflanzen-, Blütengarten sowie den Bibelgarten mit Symbolpflanzen.

 

2009 wurde die Anlage um einen Hildegard-von-Bingen-Garten erweitert mit Pflanzen, die die Äbtissin speziell für ihre Heilmethoden nutzte. 2013 wurde der Garten mit einem Bienenstand bereichert. Pastor Ortlieb, ein begeisterter Hobbyimker, zeigt hier Gästen, vor allem auch Kindern, die Bedeutung der Bienen im Ökosystem. Aber auch die Wichtigkeit der Bienenwachsproduktion zur Klosterzeit wird in diesen kleinen Seminaren deutlich.

 


Der Klostergarten liegt im Schutz der Klosterkirche und wird von kreuzförmigen Wegen in vier Abteilungen geteilt. Seine Mitte bildet ein Apfelbaum als Symbol der biblischen Verführung. Die vier äußeren Gartenteile sind vier klösterlichen Gartenthemen gewidmet. Der Garten soll auch dazu dienen, weitere Gesundheitsaktivitäten zu entwickeln und die Bedeutung des Gartens für Ernährung und Gesundheit in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.

Im Heilpflanzengarten finden sich traditionell verwendete Heilkräuter, denn die Klöster waren in früheren Zeiten Orte, wo uraltes Wissen um die Heilwirkung von Pflanzen bewahrt und weiterentwickelt wurde. Hier wurden Elixiere zur Behandlung von Krankheiten hergestellt.

Der Duftgarten führt mit seinem Wohlgeruch zu Rosen, Nelken, Rosmarin oder Orangenthymian. Sowohl Blüten als auch Blätter verströmen hier einen angenehmen Duft. Die Pflanzen, die hier wachsen, wurden wohl auch schon zu Klosterzeiten verwendet und dienten damals zur Parfümierung von Räumen und Speisen aber auch zum Vertreiben unguter Gerüche, zum Räuchern oder zur Desinfektion.

Im Blütengarten wachsen Pflanzen, die sich gut zum Schnitt eignen und schon früher zur Dekoration des Klosters und der Kirche gedient haben mögen. Auch heute noch schmücken schöne Sträuße aus dem Garten die Räume des Klosters.

Christliche Symbolpflanzen werden im Bibelgarten gezeigt. So galt die Rose beispielsweise als Symbol der Reinheit, Unschuld und Schönheit. Neben der Lilie steht sie für den christlichen Glauben und für das von Christus vergossene Blut der Märtyrer. Marienblatt und Mariendistel deuten symbolische Verbindungen schon mit ihrem Namen an.


Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp

Der Hildegard-von-Bingen-Garten hinter dem Klostergarten zeigt eine Auswahl der von der Äbtissin (1089-1179) häufig in ihren Rezepten verwendeten Heilpflanzen und würdigt ihr Schaffen. Mit ihrer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen hat sie auch Impulse für die heutige Medizin gegeben. Ein Kneippbecken, zwischen Klostergarten und Mühlenteich gelegen, das ebenfalls von einem der artesischen Brunnen gespeist wird, greift die klösterliche Tradition des Heilens und der Kontemplation auf. Gleichzeitig erinnert es an einen weiteren Neudenker der Gesunderhaltung, an Pfarrer Kneipp (1821-1897), der auf der Grundlage der Klostermedizin naturheilkundliche Methoden wie die Behandlung mit Wasser entwickelte. Das Becken lädt zum Wassertreten ins kühle Nass.

 

Text mit freundlicher Genehmigung von:

© gartenrouten zwischen den meeren*, Arge Schlie & Werner, 2006-2013

 

Kräuterkurse 2015






Eine Anmeldung ist erforderlich.

Bitte melden Sie sich telefonisch entweder bei Sandra Damerow:

0172-1612132 oder bei der Kloster- und Stadtinformation:

038872-52765 an. Per E-Mail können Sie sich unter

info@kloster-rehna.de anmelden. Dort bekommen Sie auch

weitere Informationen zu den Seminaren.

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Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen
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