Klostergarten

Ein in seiner Form in Mecklenburg-Vorpommern einzigartiger Klostergarten wurde im August 2004 am Kloster Rehna eingeweiht. Auf einer Fläche von 300 qm bietet sich dem Besucher eine Vielfalt an Heil- und Würzkräutern und Blumen. Über 150 zum Teil seltene Pflanzen, wie Alant und Andorn, wurden angebaut.

 

Mit diesem Klostergarten am ehemaligen Prämonstratenserinnen Kloster  soll unter anderem an die Ursprünge der Gartenkultur in Deutschland erinnert werden. Der Klostergarten war ein Nutzgarten, ein Ort der Meditation, des Friedens, der Schönhiet und Symbolik. Er war die "lebende Apotheke". Die Nonnen nutzten ihren Garten beispielsweise für die  Gewinnung von Elexieren zur Behandlung von inneren und äußeren Erkrankungen.

Das Herzstück der Anlage ist der Vier-Themen-Garten mit Heilpflanzen-, Duftpflanzen-, und Blütengarten sowie dem Garten mit bilblischen Symbolpflanzen.

 

2013 wurde der Garten mit einem Bienenstand bereichert. Pastor Ortlieb, ein begeisterter Hobbyimker, zeigt hier Gästen, vor allem auch Kindern, die Bedeutung der Bienen im Ökosystem.

 

 

Der Klostergarten liegt im Schutz der Klosterkirche und wird von kreuzförmigen Wegen in vier Abteilungen geteilt. Seine Mitte bildet ein Apfelbaum als Symbol der biblischen Verführung.

Im Heilpflanzengarten finden sich traditionell verwendete Heilkräuter, denn die Klöster waren in früheren Zeiten Orte, wo uraltes Wissen um die Heilwirkung von Pflanzen bewahrt und weiterentwickelt wurde. Hier wurden Elixiere zur Behandlung von Krankheiten hergestellt.

Der Duftgarten führt mit seinem Wohlgeruch zu Rosen, Nelken, Rosmarin oder Thymian. Sowohl Blüten als auch Blätter verströmen hier einen angenehmen Duft. Die Pflanzen, die hier wachsen, dienten damals zur Parfümierung von Räumen und Speisen aber auch zum Vertreiben unguter Gerüche, zum Räuchern oder zur Desinfektion.

Im Blütengarten wachsen Pflanzen, die sich gut zum Schnitt eignen und schon früher zur Dekoration des Klosters und der Kirche gedient haben mögen. Auch heute noch schmücken schöne Sträuße aus dem Garten die Räume des Klosters.

Christliche Symbolpflanzen werden im Bibelgarten gezeigt. So galt die Rose beispielsweise als Symbol der Reinheit, Unschuld und Schönheit. Neben der Lilie steht sie für den christlichen Glauben und für das von Christus vergossene Blut. Marienblatt und Mariendistel deuten symbolische Verbindungen schon mit ihrem Namen an.

Kneippbecken

Ein Kneippbecken, zwischen Klostergarten und Mühlenteich gelegen, wird vom artesischen Brunnen im Propsteihof gespeist. Es greift die klösterliche Tradition des Heilens auf. Gleichzeitig erinnert es an einen Neudenker der Gesunderhaltung, an Pfarrer Kneipp (1821-1897), der auf der Grundlage der Klostermedizin naturheilkundliche Methoden wie die Behandlung mit Wasser entwickelte. Bei etwa 12 Grad Wassertemperatur kann man im Kneippbecken wassertreten und damit vorbeugend etwas für die Gesundheit tun.