Ausstellungen 2019

01.06.-05.07.2019

Ines Bargholz

Zauberhafte Arbeiten aus Naturmaterialien

 

Ines Bargholz unterrichtet in ihrer Elfenschule nicht nur die Fächer Fantasie und Achtsamkeit, sie modelliert in ihrem Atelier auch Kobolde und Elfen- oder legt und klebt gepresste Blüten, Baumrinden und Gräser zu schwebend leichten Bildkompositionen zusammen. Aus ihrer intensiven jahrzehntelangen Beschäftigung mit den Naturformen, hat sich ihr unverwechselbarer Stil entwickelt. Ihre Motive sind anfänglich noch kleine Miniatur-Blütencollagen, verwandeln sich dann aber auch zu großformatigen Malereien. Vom 01.06.bis zum 05. Juli 2019 ist eine Retrospektive der letzten fünf Jahre ihrer Arbeiten in einer Ausstellung im Kloster Rehna zu sehen.

 

Die Künstlerin über sich:

Es bedeutet mir, ein Teil des Ganzen zu sein, mich verbunden zu fühlen mit allem was ist, ohne jemals die Unendlichkeit des Ganzen erfassen zu können. Das ist der Zauber, die Magie, das Geheimnis, da einzutauchen – und von dort her zu kommen, wird mir immer mehr zur täglichen Praxis. Das, was vielleicht für viele Menschen ganz unbedeutend ist, wurde für mich zum Lebensinhalt. Der Schaalsee und speziell der Neuenkirchener Lebens- raum hat mir geholfen, stiller zu werden, hat mich gelehrt genauer hinzuschauen, zu lauschen und präsent zu sein. 

 


06.07.-23.08.2019

IM DICKICHT - Eine Gemeinschaftsausstellung von Künstlerinnen der GEDOK M-V

 

Die GEDOK M-V ist eine von 23 Regionalgruppen der GEDOK, dem europaweit größten Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten. Die GEDOK fördert das künstlerische Schaffen ihrer Mitglieder besonders im Kontext grenz- und

spartenüberschreitender Tendenzen der Gegenwartskunst.

Die GEDOK M-V zeigt Malerei, Grafik, Skulptur, Installation, Textiles, Schmuck, Glaskunst, Fotografie und lädt zu Lesung, Konzert und einer Filmvorführung.

 

www.gedok-mv.de   

 


24.08-30.09.2019

Ausstellung: Britta Matthies, Horst Wendt

 

Britta Matthies:

Was soll ich schreiben über meine Arbeit? Ich arbeite. Ich zeichne, male, setze um, was ich sah, was ich wahr-nahm, in Bilder: Radierungen vornehmlich, in letzter Zeit – wieder – Holzschnitte, und immer wieder der Drang, Farbe auf die Fläche zu bringen. Mich reizen Stimmungen, Licht und Schatten, Formen. Obwohl für mich Landschaften bislang am häufigsten zum Anlass künstlerischer Auseinandersetzung wurden, sehe ich mich nicht als „Landschaftsmalerin“. Landschaft ohne den Menschen gibt es nicht, zumindest nicht in Mitteleuropa, überall hat er gewirkt, ist seine Anwesenheit zu spüren. In meinen Bildern erfährt diese Landschaft eine erneute Umsetzung, eine Neu-Gestaltung. Ich versuche, das, was ich wahrgenommen habe, für andere erfahrbar zu machen, Hinsehen anzuregen, Auseinander­setzung. Und auch Festhalten.

Die menschliche Figur trat dabei nur am Rande in meinen Bildern in Erscheinung; konfrontiert mit dem Gefühl zunehmender Entfremdung rückt sie jedoch in den Mittelpunkt, wird bevorzugter Gestaltungsanlass.

Horst Wendt nutzt für seine Arbeiten unterschiedliche Holzarten. In seinen Werken zeigt er abstrakte Darstellungen, die ohne etwas Bestimmtes aussagen zu sollen sich dem Urteil des Form - und Farbempfinden nicht zuletzt der Fantasie des jeweiligen Betrachters stellen. Grundsätzlich gilt das auch für die Kreuzdarstellung, wobei das Kreuz in

unserem Kulturkreis als Symbol des Christentums gilt.

  


Rückschau Ausstellungen 2019

20.04.-31.05.2019

Marcus Wildelau

Ostsee – verborgene Fracht

 

Der Fotograf Marcus Wildelau macht Bilder von der Ostsee und ihren Gestaden und blickt in

die Richtung, in der sich etwas Furchtbares unsichtbar in der Tiefe befindet. Es sind keine

Geheimnisse, nur unpopuläre Fakten. Was die Ostsee verbirgt, kann sich nur ein Betrachter

vorstellen, der weiß, was er nicht sieht.

In seinen fotografischen Arbeiten setzt Marcus Wildelau sich mit Natur, Heimat,

und der Wahrnehmung auseinander. Besonders reizt ihn die Ästhetik des

Verborgenen.

Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Anna Zika erläutert in ihrem die Ausstellung begleitenden

Text „Grösser als alle Vernunft“ die Zusammenhänge von Schönheit, Grauen und

Wahrnehmung im Hinblick auf die ästhetische Kategorie des Erhabenen, die im

ausgehenden 18. Jhdt. Naturbetrachtung neu bewertete.

Diesen schmalen Grat zwischen Schönheit und erstauntem Entsetzen beschreitet der Filmer

und Fotograf Marcus Wildelau mit seinen Aufnahmen entlang der deutschen, estnischen,

schwedischen und finnischen Ostseeküste.

Überdies erinnert Wildelau einmal mehr daran, dass „Landschaft“ nicht der von der Natur

geschenkte Erholungsraum ist, den wir als behagensfördernd erfahren dürfen; vielmehr wird

„Landschaft“ vom Menschen bewusst (wenn auch bedenkenlos) nach seinen Bedürfnissen

geschaffen und zugerichtet, bis hin zur zerstörenden Ausnutzung der Ressourcen.